Zementestrich
Keine gründliche Badsanierung kommt ohne die Überprüfung des Untergrundes aus. Schließlich will man sich im Nachhinein nicht über gesprungene oder abgesackte Fliesen ärgern müssen. Weist der Betonboden Schäden und Höhenunterschiede auf, empfiehlt sich ein Zementestrich als Unterbau. Seine Popularität – jeder zweite Estrich besteht aus Zement – gibt ihm Recht: Er ist unübertroffen glatt und vom Fliesenleger problemlos zu bearbeiten.
Zementestrich: Was ist das?
Estriche diesen Typs bestehen aus dem Bindemittel Zement, Sandzuschlägen sowie Fließmitteln, die zur besseren Anmischung beitragen. Zementestriche lassen sich in trockener Form sowohl im Online- als auch im Fachhandel des Vertrauens erwerben. Zumeist werden sie zusammen mit einer Silomischstation geliefert. Nach dem Anrühren mit Wasser wird Zementestrich mittels einer Förderpumpe aufgebracht.
Man unterscheidet bei zementären Estrichen Festigkeitsklassen zwischen ZE 12 und ZE 65. Die Zahlen geben darüber Auskunft, mit wie vielen Newton pro Quadratmillimeter der Untergrund belastet werden darf. Insgesamt sollte man die zu bearbeitende Fläche auf 36 Quadratmeter beschränken, da sonst Spannungen, Rissbildung und Festigkeitsverlust drohen.
Zementestrich: Verlegearten und Preise
Besonders gut lassen sich Zementestriche in der beschriebenen Form als Fließ-Estriche verlegen. Der vorhandene Betonboden wird hierbei mehrere Zentimeter dick mit dem Wasser-Zement-Gemisch eingeschlämmt. Beim Einbau sollte die Umgebungstemperatur nicht weniger als fünf Grad Celsius betragen. Zudem müssen Fließestriche mehrere Tage vor allzu großer Hitze, Kälte und Austrocknung geschützt werden. Belastbar sind sie erst nach einer Woche, bis zur völligen Aushärtung und Belegbarkeit vergehen oft 20 Tage. Nach der vorschriftsmäßigen Zementestrich-Trockenzeit zeichnet sich der Untergrund aber durch außergewöhnliche Robustheit und Feuchtigkeitsrestistenz aus. Deshalb werden Zementestriche bevorzugt für Badezimmer verwendet. Aufgrund ihrer selbstnivellierenden Struktur müssen zementäre Estriche heute nur noch selten verdichtet, abgezogen und geglättet werden. Auch das mühsame Estrich-Schleifen ist nicht mehr notwendig. Stört sich der Bauherr an den langen Estrich-Trockenzeiten, sollte er darüber nachdenken, an Stelle eines Zementestrichs Anhydritestrich (aus Calciumsulfat) verlegen zu lassen. In Nassbereichen sollte dieser aufgrund seiner hohen Feuchtigkeitsanfälligkeit jedoch nur in Ausnahmefällen verbaut werden.
„Schwimmende“ Zementestriche bringt man nicht unmittelbar auf den Untergrund, sondern auf Dämmschichten aus unterschiedlichen Materialien wie Gips, Holz und Mineralstoffen auf. Diese Verlegeart eignet sich vor allem für Fußbodenheizungen, da Wärme durch die Aufbauschichten hervorragend in jeden Zentimeter des Bodens geleitet wird
Bekannt für ihre hochwertigen Zementestriche ist die Marke HASIT. Produkte wie „HASIT CT – C25/F4“ überzeugen nicht nur durch universale Einsetzbarkeit, sondern auch durch Estrich-Kosten von unter 11 Euro pro Quadratmeter. Zum Thema Zementestrich-Preise lässt man sich jedoch am besten vom Fachmann beraten. Dieser sollte dann auch das Zementestrich-Verlegen übernehmen. Da Zement zusammen mit Feuchtigkeit alkalisch (und damit ätzend) reagiert, handelt es sich hierbei schließlich um keine ungefährliche Aufgabe.
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Endlich ein gut zu lesender Eintrag, besten Dank. Muss man erstmal verarbeiten. Generell finde ich die Seite leicht zu verstehen und bequem zu lesen.