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Fließestrich

Fliessestrich

Fliessestrich und stolze Bauherrin © konny - flickr.com

Jeder Handwerker weiß, dass mit unebenen Untergründen nicht zu spaßen ist. Risse im Beton und poröse Stellen verderben dem Kunden schnell die Laune am neuen Bodenbelag. Die Lösung heißt deshalb nicht Fließspachtel, sondern Fließestrich. Dieser schafft selbst so empfindlichen Materialien wie Parkett, Laminat oder Bodenfliesen in Holzoptik einen perfekten, seidenglatten Unterbau. Allerdings gilt es hier einiges zu beachten.

Fließestrich: Materialien und Preise

Bei Fließestrichen ist der Bauherr nicht auf ein einziges Material festgelegt. Zu den am häufigsten verwendeten Stoffen gehören Zement, Anhydrit (auch Calziumsulfat genannt) und Gussasphalt.

Zement gilt als Klassiker im Bereich der Untergrundbehandlung. Er überzeugt nicht nur durch einen günstigen Fließestrich-Preis von zehn Euro pro Quadratmeter, sondern auch durch Robustheit und Wasserbeständigkeit. Diese Eigenschaften machen Zementestrich ideal für jeden Nassbereich von Bad bis Pool. Fußbodenheizungen profitieren von der Fließestrich-Verarbeitung: Die im Online- oder Fachhandel erworbenen Trockenmischungen werden mit Wasser angerührt und dann mittels einer Mischpumpe aufgebracht. Zementäre Estriche umschließen jedes Heizrohr optimal und leiten die Wärme in jeden Zentimeter des Bodens weiter. Einziger Nachteil: Die Zement-Fließestrich-Trockenzeit beträgt mindestens drei Wochen

Wesentlich schneller kann der Haus- oder Wohnungsbesitzer auf Anhydrit bauen. Gerne werden hier Knauf-Fließestriche verwendet, die mit Namen wie „FE 25 A tempo“ und „FE Fortissimo“ bereits nach rasanter Estrich-Trockenzeit klingen. Beim Estrich-Verlegen wird jedoch meist nicht direkt der Betonboden genutzt, sondern eine Ebene zwischengeschaltet: Das Anhydritgemisch liegt dann auf Dämmplatten aus verschiedenen Pflanzenfasern und Mineralien auf. Diese Einbau-Art nennt man „schwimmender Estrich“. Zu beachten ist hierbei lediglich, dass Anhydrit schnell Wasser zieht und deshalb im Badezimmer zum Aufquellen sowie zur Schimmelbildung neigt.

Sind Fließestrich-Preise vergleichsweise günstig, müssen Bauherren in Trockenestriche gut 13 bis 14 Euro pro Quadratmeter investieren. Hier werden feste Platten aus Gips- oder Zementfaser verlegt. Der klare Vorteil von Knauf-Produkten wie dem Baukastensystem „Brio“ besteht in der einfachen Verarbeitung, nachteilig aber ist ihre nicht-nivellierende Oberfläche, die gravierende Höhenunterschiede aufweisen kann.

Fließestrich: Am besten vom Fliesenleger

Gerade was Estrich-Kosten, -beschaffenheit und -verlegung angeht, sollte man sich vom Fachmann beraten lassen. Für den Einbau von Estrichen unter Fliesen und Platten ist der Fliesenleger verantwortlich. Er kann im Zweifelsfall durch CM-Messungen auch nachprüfen, ob der Untergrund Restfeuchtigkeit aufweist und deshalb besser noch nicht belegt werden sollte. So kann die häufigste Ursache für nachträgliches Estrich-Entfernen ausgeschlossen werden.

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