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Außenbereich

Die Balkonabdichtung schützt die Bausubstanz vor eindringender Feuchtigkeit!

Fliesenleger.net Team
Verfasst von Fliesenleger.net Team
Zuletzt aktualisiert: 05. November 2019
Lesedauer: 4 Minuten

Um Schadensbilder wie Ausblühungen oder Risse in der Bausubstanz und in der Verkleidung des Balkons zu verhindern, muss dieser fachgerecht abgedichtet sein. Wie eine solche Balkonabdichtung ausgeführt wird und was es zu beachten gilt, erfahren Sie hier auf Fliesenleger.net!

Inhaltsverzeichnis
  1. Vorbereitung
  2. Abdichtung
  3. Fazit

Beim Neubau eines Balkons ist eine zusätzliche Balkonabdichtung nicht immer notwendig! Besteht die am Gebäude vorgehängte Stahlbetonplatte aus wasserundichtem Beton, kann auf eine weitere Abdichtung verzichtet werden. Wird stattdessen eine wasserdurchlässige Stahlbetonplatte oder Stahlsteindecke verwendet, so ist eine Abdichtung in jedem Fall notwendig! Diese wird in der Regel als Streichabdichtung ausgeführt und bedarf einer gründlichen Vorbereitung.

Wenn der bereits vorhandene Bodenbelag Ihres Balkons Risse oder Ausblühungen aufweist, so ist das meist ein Zeichen dafür, dass die Abdichtung erneuert werden muss. Bei einem solchen Schadensbild ist schnellstmöglich zu handeln, da die Bausubstanz ansonsten weiter beschädigt werden kann!

Eine Balkonabdichtung muss gründlich vorbereitet werden!

Erfolgt die Ausführung der Balkonabdichtung im Rahmen einer Komplettsanierung, so ist selbstverständlich zunächst der alte Bodenbelag samt Mörtel und darunterliegender Dichtung zu entfernen. Anschließend muss geprüft werden, ob sich der restliche Untergrund in einem guten Zustand befindet. Risse, Vermoosung, Ausblühungen und Co. sind mit bloßem Auge zu erkennen, während Hohlräume in tieferliegenden Schichten der Stahlbetonplatte durch Klopfen mit dem Hammer identifiziert werden müssen. Mit der Hand müssen Sie außerdem prüfen, ob sich Staub oder andere Verunreinigungen auf dem Untergrund befinden. All diese möglicherweise vorhandenen Verschmutzungen und Schäden müssen beseitigt und Unebenheiten ausgeglichen werden, bevor mit der Abdichtung des Balkons begonnen werden kann! Außerdem müssen Sie mit einer Estrichschicht für ein Gefälle von 1 bis 2% in Richtung des Entwässerungssystems unter der Balkonabdichtung sorgen, damit Regen- und Tauwasser problemlos abfließen und nicht (erneut) zu Schäden der Bausubstanz führen kann.

Balkonabdichtung: Anstrich oder Schweißbahnen?

Für das Abdichten eines Balkons wird in der Regel eine der folgenden Methoden angewandt:

  • Abdichtung durch bituminösen Anstrich
  • Abdichtung durch Bitumenschweißbahnen

Wichtig in beiden Fällen ist es, die Balkonabdichtung auch noch ca. 15cm an der Hausfassade hochzuführen! Der bituminöse Anstrich erfolgt in zwei bis drei Schichten mit entsprechender Trocknungszeit dazwischen. Die Bitumenbahnen hingegen werden unter Erhitzung auf einem speziellen Grundierungsanstrich ausgerollt und anschließend festgedrückt. Das an der Hauswand hochgeführte Ende wird beispielsweise mit einer Metallverblendung befestigt.

UNSER TIPP:
Für ältere und für Schäden anfällige Balkone empfiehlt sich zusätzlich eine sogenannte Drainagematte. Eingearbeitete Längs- und Querkanäle sorgen für eine gezielte Ableitung des unerwünschten Wassers. Darüber hinaus trägt eine solche Matte auch dazu bei, Spannungen auszugleichen und so die Belastung des Balkons zu minimieren.

Direkt auf die Balkonabdichtung kann dann der Bodenbelag mittels Estrich im Dünn- oder Dickbettverfahren aufgebracht werden. Anschließend müssen noch alle Eck- und Anschlussfugen mit Spezial-Silikon (nicht mit Acryl!) abgedichtet werden.

Fazit

Eine Balkonabdichtung trägt einen fundamentalen Teil zum Erhalt der Bausubstanz bei! Manche Balkonplatten bedürfen keiner zusätzlichen Abdichtung, da sie aus wasserundurchlässigem Beton bestehen. Alle anderen hingegen müssen mit einem bituminösen Anstrich oder Bitumenschweißbahnen vor eindringender Feuchtigkeit geschützt werden. Teilweise sollte diese Abdichtung noch durch eine Drainagematte ergänzt werden. Welche Methode sich für Ihren Einzelfall am besten eignet, sollte ein qualifizierter Fliesenleger entscheiden, welcher die Arbeiten außerdem fachgerecht durchführt. Nur so bleiben Langzeitschäden aus! Nutzen Sie daher unser kostenloses Kontaktformular und treten Sie mit Fachhandwerkern aus Ihrer Nähe in Verbindung!

Über unsere*n Autor*in
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