Trockenestrich
Flüssiger Untergrund wie Zement- oder Anhydrit-Estrich (neuerer Begriff: Calziumsulfat) besticht durch seine seidenglatte Oberfläche. Die langen Estrich-Trockenzeiten von bis zu 30 Tagen schrecken jedoch so manchen Bauherren ab. Hier stellt der sogenannte Trockenestrich eine dankbare Alternative dar, da er sich bereits nach wenigen Stunden mit Feinsteinzeug, Dielen und Co. belegen lässt. Doch auch bei dieser scheinbar unkomplizierten Variante der Untergrundbehandlung gilt es einiges zu beachten.
Trockenestrich: Verlegung
Im Gegensatz zu Fließestrichen, die als wässriges Gemisch mit Hilfe von Baupumpen aufgebracht werden, bestehen Trockenestriche aus versetzt miteinander verbundenen Gipskartonplatten von jeweils circa einem Zentimeter Dicke. Der Trockenestrich-Aufbau gestaltet sich wie folgt: Zunächst wird der Betonboden mit Spezialfolie bzw. Feuchtigkeitssperre ausgelegt. Bei sehr porösen, rissigen Böden ist vor der Plattenverlegung eine Trockenschüttung notwendig. Hierbei handelt es sich um wachsumhülltes Mineralgranulat, das durch Hitze verklebt und einen ebenmäßigen Untergrund für den eigentlichen Trockenestrich bildet. Die Platten lassen sich durch ihren stufigen Aufbau gut miteinander verkleben.
Ist die Trittschalldämmung bei Estrichen ein Thema für den Bauherren, so sollten die Gipsfaserplatten auf einer zusätzlichen Dämmschicht aus Mineralwolle oder Hartschaum aufliegen. Ebenso wie Trockenschüttung verfügt das Dämmaterial auch über wärmespeichernde Eigenschaften. Aus diesem Grund ist es eine gute Idee, Fußbodenheizungen in Verbindung mit Trockenestrichen zu verlegen.
Beim Estrich-Verlegen ist es von größter Wichtigkeit, dass die Elemente nicht unmittelbar mit den umliegenden Bauteilen – wie Wänden oder Rohren – verbunden sind. Sonst droht sich der Körperschall auf das gesamte Haus zu übertragen. Deshalb sollte man auch Trockenestrich stets vom Fachmann verlegen lassen.
Trockenestrich: Preis-Lage und Hersteller
Großer Beliebtheit bei Handwerkern und Heimwerkern erfreuen sich FERMACELL-Trockenestriche. Die Linie „Powerpanel TE“ besteht aus hochwertigen glasfaserbewährten Leichtbetonplatten. Die FERMACELL Estrich-Fliesen sind in Maßen von 1250 mal 500 Millimetern mit einer Stärke von 2,5 Zentimetern und 16 Kilogramm Eigengewicht zu haben. Hier ist mit Estrich-Kosten von 27 Euro pro Platte zu rechnen.
Trockenestriche von Knauf kennt man unter dem Serientitel „Brio“. Sie können nach dem Baukastenprinzip miteinander kombiniert werden und zeichnen sich durch robuste, vielfältig einsetzbare Oberflächen und gesundheitliche Unbedenklichkeit aus. Die Knauf-Estriche sind in Platten von 1200 mal 600 Millimetern Umfang im Online- sowie im Fachhandel erhältlich. Die Trockenestrich-Preise betragen circa 13 bis 14 Euro pro Gipsbetonplatte.
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