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Fliesenarten und Plattenmaterialien

Sockelplatten – optische Verlängerung der Treppe

Mit dem entsprechenden Sockel schaffen Sie eine harmonische Verbindung zwischen Treppe und Wandfläche. Erfahren Sie hier mehr auf Fliesenleger.net über die unterschiedlichen Sockelarten!

Sockelplatten - für den Schutz der angrenzenden Wand © Rainer Sturm - pixelio.de

Als Sockelplatten werden die Treppenfliesen bezeichnet, die direkt an der Wand liegen und an die Stufen angrenzen. Sie dienen häufig als optische Verbindung zwischen Treppe und Wand oder als Übergang zur Wandfliesenfläche. Gerade beim Treppenhaus fliesen müssen die Sockelplatten sowohl dem Treppenmuster als auch dem späteren Wandfliesenmuster entsprechen. Häufig werden die Treppensockel mit dem gleichen Material, wie das der Stufen verlegt. So können Sie auch entsprechende Natursteinarten für den Sockelbereich nutzen. Wichtig ist, dass das Material auf die äußeren Belastungen eingestellt ist, denn gerade im Bereich des Sockels muss der Werkstoff stoß- und trittfest sein. Deshalb werden häufig Sockelplatten Beton genutzt, besonders in öffentlichen Räumen. Bei der Verlegung stehen Ihnen zwei verschiedene Sockelarten zur Verfügung. Zum einen können Sie den Bereich abgetreppt gestalten und zum anderen schräg verlaufend.

Sockelplatten – abgetreppte Variante

Bei der abgetreppten Methode wird die optische Wirkung vom Material und von der Größe der Sockelplatten bestimmt. Egal, ob kleine oder größere Fliesenflächen, die Breite des Sockels bleibt immer gleich und bildet eine Art Band um den Treppenbereich. Durch die Verwendung von Ausgleichsstreifen können die Sockelbereiche der Stufenlänge angepasst werden. Allerdings sollten diese kleineren Streifen nicht am Stufenende platziert werden, also am Ende der jeweiligen Abstufungen. Diese Stufenenden bzw. Stufenabschlüsse werden immer mit einer Lotfuge verlegt, sodass die Fuge als optische Verlängerung der Trittstufe genutzt werden kann.

Für die Nutzung von Naturstein können die Maße der Tritt- und Setzstufen genommen werden, denn so erhalten Sie genau zwei Sockelplatten für eine Stufe, ohne Ausgleichsstreifen anfertigen zu müssen. Dadurch, dass Sie die Maße bei der abgetreppten Variante von der bereits verlegten Treppe nehmen können, ist diese Variante mit wenig Arbeitsaufwand verbunden und kann in kurzer Zeit erledigt werden.

Sockelplatten – schräger Sockel an der Wand

Für die schräge Variante sollten Sie als aller erstes die entsprechende Linie über der Treppe an der Wand festlegen. Denn bei dieser Methode entsteht eine Linie über den Stufenvorderkanten und die Zwischenräume zwischen Sockelplatten und der Treppe werden mit weiteren Fliesen aufgefüllt. Die gängigste Version ist zu erst den Sockel zu verlegen und erst dann die Zwischenräume zu füllen. Die angeschnittenen Fliesendreiecke für den Zwischenraum werden als „Treppenzwickel“ bezeichnet. Für ein einheitliches Gesamtbild sollten Sie allerdings erst eine ganze Fliese im Zwischenraum direkt an der Setzstufe anlegen und dann die restlichen freien Räume mit den Treppenzwickeln füllen.

Bei besonders großflächigen Platten, wie Naturstein- oder Betonplatten, wird der schräge Sockel häufig durch sogenannte „Bischofsmützen“ verlegt. Hierbei werden die Fliesen entweder bereits mit den entsprechenden Maßen bestellt oder Sie werden mit Hilfe von Schablonen passgenau beschnitten. Für diese Methode sollten Sie allerdings einen erfahrenen Fliesenleger hinzuziehen, denn wichtig bei dieser Methode ist, dass alle Fliesen gleichmäßig zurechtgeschnitten wurden. Kleine Unregelmäßigkeiten machen sich sofort im Fliesenbild bemerkbar. Auch beim Wendeltreppenfliesen werden andere Kenntnisse und Techniken benötigt, die deshalb eher vom erfahrenen Fachmann erledigt werden sollten.