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Fliesentechniken

Das Dünnbettverfahren – amerikanische Technik der Fliesenleger

Dünnbettverfahren - Technik der Fliesenleger

Dünnbettverfahren bei der Fliesenverlegung © RainerSturm / pixelio.de

Das Dünnbettverfahren ist eine besonders wirtschaftliche Technik der Fliesenleger zur Fliesenverlegung. Sie stammt ursprünglich aus den USA und gelangte in den 1930er Jahren nach Europa. Aus dem Englischen stammt deshalb der Begriff „Buttering/Floating-Verfahren“.

Dünnbettverfahren – Voraussetzungen und Verlegetechnik

Um Fliesen mit dem Dünnbettverfahren zu verlegen, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. So muss der Untergrund möglichst plan sein, da Unebenheiten nicht durch stärkeres Andrücken und eine dickere Schicht aus Fliesenkleber (wie beim Dickbettverfahren) ausgeglichen werden können.

Mögliche Fliesenkleber (zum Beispiel von der Firma SOPRO), die sich für das Dünnbettverfahren anbieten, sind Dispersionskleber, Pulverkleber und Zwei-Komponenten-Kleber. Dieser wird dann mithilfe von Zahnkamm oder Zahnkelle in einer Dicke von 2-6 Millimetern auf den Untergrund aufgetragen. Nun werden die Fliesen vor Beginn der Hautbildung des Klebers aufgelegt und leicht eingeschoben. Da die erwähnten Fliesenkleber in der Regel eine hohe Anfangshaftung haben, ist ein Abrutschen fast unmöglich. Heimwerker ohne große Routine können jedoch zusätzlich Fliesenlegerkreuze verwenden oder einen Profi um Hilfe bitten. Nach dem Verlegen müssen die Fugen sauber ausgekratzt werden. Nach der Trocknung des Kleberbettes werden die neuen Bodenfliesen klassisch verfugt, wobei Eck- und Anschlussfugen dauerelastisch mit Silikon-Dichtstoff (z.B. SISTA Silikon) verklebt werden sollten.

Dünnbettverfahren – Vor- und Nachteile

Das Dünnbettverfahren hat einige Vorteile gegenüber dem Dickbettverfahren. So ermöglicht die Technik eine schnellere Verlegung der Fliesen und es kann aufgrund der geringen Menge an Verlegemörtel weniger Feuchtigkeit in das Bauwerk gelangen. Außerdem können zahlreiche Materialien wie Feinsteinzeug oder Keramikfliesen mit diesem Verfahren verlegt werden. Das Dünnbettverfahren ist besonders geeignet für stark beanspruchte Untergründe, da die Fliesen besonders fest auf dem Untergrund sitzen. So werden zerbrochene Fliesen vermieden.

Einen Nachteil der Technik bilden jedoch die Anforderungen an den Verlegeuntergrund, der trocken, sauber, eben sein muss und nur minimale Restfeuchte enthalten darf.

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