Bad und Kultur 2011: Projekt der Folkwang Universität
Nachhaltiges Design und einzigartige Badideen wurden an der Folkwang Universität mit dem Projekt Bad und Kultur 2011 vorgestellt. Erfahren Sie hier auf Fliesenleger.net alles über die eindrucksvollen Projektergebnisse!
Wie könnte das Bad der Zukunft aussehen? Welche Faktoren werden die weiteren Entwicklungen im Badsektor beschäftigen? Mit diesen Fragen haben sich die Studenten des Fachbereich Industrial Design der Folkwang Universität unter der Leitung von Prof. Bernotat im Projekt Bad und Kultur – Nachhaltigkeit im Alltag beschäftigt. „Die Aufgabe der Studenten war, neue Möglichkeiten für unsere zukünftige Bade- und Reinigungskultur unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen zu konzipieren“, so Prof. Bernotat. Insgesamt 14 Arbeiten, darunter zwei Diplomprojekte waren das Ergebnis des Bad und Kultur 2011 Projekt. Unterstützt wurde das Vorhaben von vier bekannten Unternehmen der Bad-, Sanitär- und Designbranche, Agrob Buchtal, beeh_innovation, Dornbracht und Kaldewei.
Im Laufe eines Semesters arbeiteten die Studenten an ihren Ideen, das Badezimmer individuell im Sinne des Umweltschutzes zu gestalten. Das Element Wasser wird hierbei oftmals zum Hauptthema, denn der Wasserverbrauch könnte, in Hinsicht auf die effektive Nutzung unserer Erdressourcen, zum leitenden Faktor in der Badezimmerentwicklung werden. Doch auch die produktive Nutzung des Bads in Zeiten von Schnelllebigkeit und verlängerten Arbeitszeiten gehören zu den Gedanken, die bei der Erstellung der Ausstellungsstücke eine Rolle spielen.
Bad und Kultur 2011: Einblick in die Ideenvielfalt und die Gewinner
Fünf der 14 entwickelten Ergebnisse des Projektes Bad und Kultur 2011 wurden von Vertretern der Partnerfirmen und Prof. Bernotat im SANAA-Gebäude in Essen ausgezeichnet. Als „herausragend“ wurde die Arbeit von Suna Beckers bezeichnet, die ihr Projekt „Lumos“ ins Rennen schickte. Im Mittelpunkt ihrer Idee stehen Leuchtfliesen, die aus recyclebarem Material angefertigt wurden und mit langlebigen LEDs bestückt sind. Durch einfaches Berühren der Fliesenoberflächen verändern diese ihre Farbgebung und verwandeln so das Badezimmer in unterschiedliche Raumatmosphären. Die Leuchtflächen können auch mit anderen Wandfliesen kombiniert werden. So können die Nutzer das Badezimmer individuell an die jeweilige Tätigkeit anpassen.
Der Student Xin Wangs dagegen beschäftigte sich mit einer Neuinterpretierung des Duschbereiches auf dem Dach. Mit Hilfe eines Dachfensters mit integrierten Wasserdüsen kann man die Himmelsaussicht auch während des Duschens genießen. Diese Idee wurde ebenfalls mit „herausragend“ geehrt.

Dusche mit Himmelblick, Yunzhou Win präsentiert seine kompakte Duschlösung, die Ringdusche "Orbit-Next Level Shower" (v.l.n.r) © gestaltungundinnovation.de
Die Bevölkerungsdichte in den Metropolen unserer Welt nimmt immer mehr zu. Die wachsende Globalisierung wurde der Leitgedanke von Yunzhou Wu, der eine kompakte Duschlösung in einem Schranksystem vorstellte. Nadja Fells Idee des „Sparfuchs“ wurde mit dem Prädikat „besonders“ gekürt. Dabei wird der Wasserverbrauch pro Bewohner mit einem übersichtlichen Balkendiagramm in der Duschwand dargestellt. Und auch Sabrina Großkopp überzeugte mit Ihrer Ringdusche „Orbit – Next Level Shower“, die es möglich macht, dass der Körper gezielt mit Wasser benetzt wird. Außerdem lassen sich, durch eine direkte Höhenverstellung des Ringes, bestimmte Körperregionen separat waschen.
Auf www.gestaltungundinnovation.de erhalten Sie weitere Informationen zu den Projekten des Fachbereichs Industrial Design an der Folkwang-Universität. Diese Art der Projekte können nicht nur für Fliesenleger in Essen federführend werden, sondern können sich weltweit in die Badezimmerentwicklung etablieren.
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